Gunnar Asmussen gewinnt fünften Titel in Folge
Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Speedsurfer auf Fehmarn
sicherte sich Gunnar Asmussen seinen fünften Meistertitel in Folge.
Weltmeisterin Jenna Gibson dominierte die Damenwertung. Insgesamt waren 50
Teilnehmer aus mehreren Nationen am Start – ein Teilnehmerrekord der
vergangenen Jahre.
Der Verein Deutscher Speedsurfer lud zur Meisterschaft nach Orth auf Fehmarn, wo
sich am 29. August 2026 zur Einschreibung im Seglerheim 50 Speeder einfanden.
Die internationale Beteiligung versprach Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Neben
Anders Björkqvist aus Schweden reisten die amtierende Weltmeisterin Jenna Gibson
sowie Simon Pettifer aus England an, um den nationalen Champions Tatiana
Dianova und Gunnar Asmussen die Titel streitig zu machen. Besonders bei den
Damen und Jugendlichen gab es viele neue Gesichter. Zur Freude aller Teilnehmer
konnte Manfred Fuchs, Urgestein des Speedsurfens, Entwickler der GPS-basierten
Geschwindigkeitsmessungen im Speedsurfen und Timekeeper der Lüderitz Speed
Challenge, wieder aktiv am Wettbewerb teilnehmen.
Bereits am Eröffnungstag fanden sich günstige Bedingungen. Bei etwa 20 Knoten
aus Südwest startete um 13.00 Uhr das erste Rennen über 90 Minuten auf einem
Kurs über 250 Meter in der Orther Westbucht. Der Sonntag brachte nach Durchzug
einer Regenfront südwestliche Winde mit Böen bis knapp 30 Knoten. Zwischen 10
und 16 Uhr starteten insgesamt drei Rennen über jeweils 60 bis 90 Minuten. Am
Ende dieses zweiten Wettkampftages platzierten sich Jenna Gibson und Gunnar
Asmussen bereits klar an der Spitze der Damen- beziehungsweise Herrenwertung.
Asmussen setzte mit einem Topspeed über 38 Knoten und klaren Siegen in allen
Durchgängen ein deutliches Zeichen. Simon Pettifer, Manfred Krückeberg, Anders
Björkqvist und Michael Brozio lieferten sich harte Kämpfe um die nachfolgenden
Podiumsplätze. Der Montag bot mit anfangs wechselhaften Winden von kaum 15
Knoten und Gewitterwarnungen für die zweite Tageshälfte keine Möglichkeit für
Wettfahrten, so dass Zeit für Regeneration und Materialpflege blieb.
Kurswechsel in die Ostbucht.
Die Vorhersage für den Dienstag zeigte Aussicht auf Westwind über 20 Knoten, was
aus Gründen der Kurslegung einen Wechsel des Renngeschehens in die Orther
Ostbucht erforderlich machte. Der Wind erreichte im Tagesverlauf nicht vollständig
die vorhergesagte Konstanz, dennoch konnte gegen Mittag eine weitere Wettfahrt
über 90 Minuten gefahren werden, bevor eine wechselhafte Wetterentwicklung
weitere Rennen verhinderte. Die Favoriten Gibson und Asmussen festigten ihre
Positionen an der Spitze der Wertungen, während auf den nachfolgenden Rängen
weiterhin um die entscheidenden Punkte gekämpft wurde
Die folgenden Tage waren von wechselhaften Bedingungen geprägt, am Donnerstag
konnten zwei weitere Durchgänge gefahren werden. Gunnar Asmussen konnte
aufgrund eines technischen Defekts keine auswertungsfähigen Daten für diesen
Wettkampftag einbringen, blieb jedoch ungefährdet in Führung. In der Nacht zu
Samstag drehte der Wind auf bis zu 40 Knoten auf, mit Spannung und Hoffnung auf
ein fulminantes Finale begann der letzte Veranstaltungstag. Nach einem deutlichen
Abflauen des Windes am Samstagmorgen und Drehen auf Südwest startete bei
vorübergehender Stabilisierung gegen 11.00 Uhr die letzte Wettfahrt, jedoch bei
deutlich milderen Bedingungen als vorhergesagt. Bereits zum Ende der 90-minütigen
Wettfahrt zogen dunkle Wolkenfelder auf. Schließlich musste bei aufziehenden
Gewittern mit unwetterartigen Böen der Rennbetrieb nach insgesamt acht
wertungsfähigen Wettfahrten beendet werden.
Ergebnisse Internationale Deutsche Meisterschaft Speedsurfen 2026
Gesamtwertung
Herren
- Gunnar Asmussen (GER-2)
- Simon Pettifer (GBR-67)
- Manfred Krückeberg (GER-82)
Damen - Jenna Gibson (GBR-96)
- Tatiana Dianova (GER-71)
- Gila Steinbacher (GER-570)
U17-Wertung - Bo Henri Erdmann (GER-526)
- Nils Haacke (GER-11)
U21-Wertung - Denis Goncharov (GER-808)
- Sarah Weiken (GER-2001)
Die kompletten Ergebnisse aller Altersklassen sind bei manage2sail zu finden.
Herzlichen Glückwunsch den Siegern, allen Teilnehmern und besonderer Dank gilt der
Wettfahrtleitung Manuela Buch und Dr. Michael Naumann. Herzlichen Dank allen
Organisatoren, dem Vereinsvorstand Dr. Michael Naumann, Björn Haacke und Heiner
Biethan, unseren Sponsoren Braumanufaktur Knust, Surfshop Fehmarn, Severne und
Starboard, Maui Ultra Fins sowie besonderen Dank der Stadt Fehmarn und nicht
zuletzt allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!